| Den Ursprung des Westernreitens findet man im "Wilden
Westen" Amerikas. Nachdem die wild lebenden Bisons für immer ausgerottet
waren, fingen die Rancher Ende des 19. Jahrhunderts an, Fleischrinder in
diesem weiten, offenen Land zu züchten. Diese Aufgabe konnte nur mit
Unterstützung des Pferdes gemeistert werden. Um die Arbeit leisten zu
können, waren die Rancher darauf bedacht, Pferde zu züchten, die trittsicher
und nervenstark sind und über ein ausgewogenes Temperament verfügen. Ein
gutes Springvermögen war jedoch ebenfalls unerlässlich, um einen guten Job
zu erledigen. Die Pferde wurden so ausgebildet, dass sie auf minimale Hilfen
reagieren. Ein selbständiges Mitarbeiten ist ebenfalls erwünscht.
Der Cowboy hatte während der Arbeit keine Zeit, sich auf seine Reitkunst
zu konzentrieren. Aus dieser Arbeitsweise leitete sich nach und nach das
heutige Westernreiten ab.
In Deutschland erfreut sich das Westernreiten immer größerer Beliebtheit.
Ob eine Teilnahme an Turnieren im Vordergrund steht oder einfach ein
entspanntes Freizeitreiten, das Westernreiten ist für ein großes Publikum
offen.
Die Disziplinen des Turniersports sind breit gefächert. Meistverbreitet
sind Disziplinen Reining, Cutting, Working Cowhorse, Trail, Western Pleasure
und Halter.
Bei der Reining handelt es sich um eine Dressur im Westernstil. Beim
Cutting oder Working Cowhorse steht die Arbeit am lebenden Rind im
Vordergrund. Bei diesen beiden Sparten der Westernreiterei handelt es sich
um wahre Publikumsmagneten. Im Trail kann jedes Pferd zeigen, wie geschickt
es Hindernisse, die auch in der Natur auftauchen könnten, bewältigt, ohne
die Nerven zu verlieren. Bei der Western Pleasure sagt der Name schon alles.
Das Reiten des Pferdes soll ein Vergnügen darstellen. Gut zu sitzende Gänge
sind hier von größter Wichtigkeit. Und zum guten Schluss geht es bei der
Halter um die Bewertung des Pferdes. Hier wird das Pferd den Richtern an der
Hand vorgestellt.
Bevorzugt bei der Ausübung dieses Sportes werden sportliche, quadratische
Pferde mit flachen Gängen. Meistverbreitet sind die Pferde aus dem
Ursprungsland.
Die Quarterhorses sind seit langer Zeit für ihre Aufgaben gezüchtet
worden. Wer es gerne bunt mag, entscheidet sich für ein Paint-Horse oder
Appaloosa. Aber auch andere Rassen wie zum Beispiel Haflinger oder Warmblut
sind erfolgreich im Turniersport unterwegs.
Falls Sie auf den Geschmack gekommen sind, bietet der
ZRuFV
"von Lützow" Hamminkeln Ihnen an, auf eine
Schnupperstunde vorbei zu kommen. Es finden regelmäßig Trainingsstunden von
Western-Trainern statt. Bei Interesse schicken Sie einfach eine eMail an
unsere Kontaktadresse. Wir freuen uns über jeden Neu- Oder Quereinsteiger. |